uz181051

Gedanken sind frei . .
 
 

Geschichte meiner Heimatstadt Bad Langensalza

Die Gegenwart

Stadt Bad Langensalza /Th√ľringen, Unstrut-Hainich-Kreis, PLZ 99947, heute noch ca. 20.000 Einwohner
___________________________________________________

Die Stadt Bad Langensalza ist ein staatlich anerkanntes Heilbad im gr√ľnen Herzen Deutschlands.
Sie liegt in unmittelbarer N√§he des 1997 gegr√ľndeten Nationalparks
Hainich, dem 13. und j√ľngsten Nationalpark Deutschlands. Das architektonisch vielf√§ltige
Stadtbild wird eingerahmt von einer Stadtmauer und einer Vielzahl gut erhaltener T√ľrme.
Geschichte:
Der Name der Stadt ist von dem Flußnamen Salza hergeleitet, dessen älteste Bezeichnung
"Salzaha" gewesen ist. Die Stadt war Besitzung des Klosters Hersfeld.
Die erste genau datierte urkundliche Erwähnung von Salza stammt aus dem Jahre 932. Im 11.
Jahrhundert wird das weitverzweigte Geschlecht der Herren von Salza erstmals erwähnt,
dessen Stammsitz Schloß Dryburg war. 1212 belagerte Kaiser Otto IV. das Schloß, weil die
Herren von Salza den Landgrafen Hermann I. von Th√ľringen unterst√ľtzten. Nach kurzem
Widerstand ergaben sich die Belagerten. Daraufhin verlieh der Kaiser dem Dorf Salza das
Stadtrecht und es begann die Ummauerung der Stadt bis zum Jahr 1282.
1346 kam es zur fast vollständigen Zerstörung der Stadt durch Besitzstreitigkeiten zwischen
dem Landgrafen Friedrich II. und dem Erzbischof Gerlach von Mainz.
Mit der Vereinigung der 3 Stadtteile, Jakob-, Alt- und Neustadt im Jahre 1356, erfolgte die
Erweiterung der Stadtmauer mit insgesamt 7 Stadttoren und mehr als 30 Wacht√ľrmen. Mitte
des 19. Jahrhunderts wurden 6 Stadttore abgebrochen, nur das Klagetor blieb erhalten.
Der Bauernaufstand in Salza im Jahre 1525 endete mit einer blutigen Niederlage.
Infolge der Auswirkungen des 30jährigen Krieges 1618 - 1648, sowie Seuchenepedemien
(Pest, Typhus), verringerte sich die Einwohnerzahl der Stadt um die Hälfte.
Der große Brand im Februar 1711 zerstörte den gesamten Nordwestteil der Stadt. Ca. 1000
Gebäude, darunter das Rathaus, fielen den Flammen zum Opfer.
Im 7j√§hrigen Krieg 1756 - 1763 wurde die Stadt gepl√ľndert und gebrandschatzt.
Bei Flußregulierungsarbeiten wurde im Jahre 1811 eine Schwefelquelle entdeckt. Nachdem
das zutagetretende √ľbelriechende Wasser als heilkr√§ftiges Schwefelwasser analysiert wurde,
beschloß man in der Nähe der Quelle ein Badehäuschen zu erbauen. Die feierliche Eröffnung
erfolgte am 02.08.1812. Zur Erinnerung an diesen Tag wird jedes Jahr das Brunnenfest
gefeiert.
Am 27. Juni 1866 fand die Schlacht bei Langensalza zwischen Preußen und Hannoveranern
statt.
1927/28 erbaute man in der Stadt das neue Schwefelbad. Im darauffolgenden Jahr wurde ein
Kurhaus errichtet. Am 28. Juni 1956 erhielt Langensalza den Titel "Bad".
Langensalza wurde 1950 Kreisstadt und gehörte ab 1952 zum Bezirk Erfurt, bis 1990 die
Aufl√∂sung der Bezirke erfolgte. Bad Langensalza wurde wieder ein Landkreis in Th√ľringen.
1994 schlossen sich die Altkreise Bad Langensalza und M√ľhlhausen zum Unstrut-Hainich-
Kreis zusammen.
1996 fand man auf dem Gelände des städtischen Freibades in der Böhmenstraße gleich zwei
neue Heilwässer. Daraufhin beschloß man die Kuranwendungen nicht nur auf das
Schwefelwasser zu beschränken, sondern die neu gewonnenen Sole- und
Mineralwasserquellen als Heilmittel einzusetzen. Dort wo man die neuen Quellen fand, wurde
ein Kurmittelhaus mit Thermalbad gebaut, welches seine T√ľren am 21. Mai 1999 f√ľr die
Besucher öffnete.
Bonitz Familien lebten und wirkten in Langensalza gleich zweimal:
Der Pfarrer Karl Friedrich Bonitz (* 1775) aus Zwönitz in Sachsen kam um 1801 nach
Langensalza und wurde Diakonus der Kirche St. Stephani, später der Marktkirche.
Vermählt hatte er sich im Jahre 1803 mit Marie Sophie Schmalkalden, der
B√ľrgermeisterstochter.
Schon im Jahre 1808 wurde er mit dem Amte des Superintendenten betraut. 1817 erhielt
Bonitz von der Theologischen Fakultät zu Leipzig das Diplom als Doktor der Theologie.
Großes Verdienst erwarb sich Bonitz um die Regelung des Schulwesens. 1816 war die
Einrichtung einer zweiten Mädchenschulklasse erfolgt. 1824 bewirkte er die Umwandlung der
in der langen Kriegszeit heruntergekommenen Lateinschule in eine B√ľrgerschule.
1832 fand die Einrichtung einer geordneten Volksschule statt. 1834 erfolgte die Eröffnung
einer Kleinkinderschule (Bewahranstalt) im Waisenhause.
Superintendent Karl Friedrich Bonitz starb 1835 in Langensalza. Er hatte 5 Töchter und zwei
Söhne, darunter der bekannte Philologe und Schulreformer in Wien und Berlin, Hermann
Bonitz, geboren im Jahr 1814. Da der erste Sohn, Karl, im Ausland verschollen war,
verschwand der Name Bonitz um 1844 mit dem Tode von Marie Schmalkalden aus der Stadt.
Um 1882 kam erneut eine Familie Bonitz aus Zwönitz nach Langensalza. Diesmal war es
Karl Maximilian Bonitz (* 1858), ein Weber und Kaufmann, der in Glauchau die Webschule
besuchte und von dort auch seine Frau Klara Tr√∂ger mitbrachte. Karl Max Bonitz war √ľber 50
Jahre begeisterter Turner in der Turngemeinde Langensalza, ihr stellvertretender Vorsitzender
und Kassenwart, und seit 1910 Ehrenmitglied des Vereins. Ebenso war er Kassenf√ľhrer und
Ehrenmitglied des Gesangvereins.
Karl Max hatte drei Kinder, darunter den Langensalzaer Lehrer Karl Bonitz (1894-1968).
Keiner der 7 Enkel von Karl Maximilian Bonitz ist in Langensalza geblieben, so dass der
Name wiederum aus der Stadt verschwand.

26.2.12 14:41

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfŁgen